Things you think about before you fall asleep.

Mittwoch, 14. April 2010

In/Out in dieser Woche

So, da gerade bei einer gewissen Seite der Player nicht weiter laufen wird (ich habe schon 54min. geguckt), nur nach einer 54Minütigen Wartezeit (ich weiß, dass manche Leidensgenossen gerade genau wissen wie ich mich fühle) und ich in meinem Abigelerne für nächste Woche Dienstag - Englisch - unterbrochen wurde - ich gucke mir auf Englisch alle 3 Staffeln von Gossip Girl an, damit bin ich sprachlich dann auf einer Skala von 1 bis 10 die Upper East Side (Ist ne Straße in New York für alle Ungebildeten), habe ich ein wenig Zeit mir kurz Gedanken über die In und Outs zu machen.
Absolutes IN in dieser Woche:
Ich hörte, dass der heißeste Scheiß auf dem Büchermarkt von einer gewissen B. kommt, die nach ihrer DeutschAbiklausur am Dienstag und dem Themenvorschlag über Goethes "Die Leiden des jungen Werthers" (http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Leiden_des_jungen_Werthers) auf die grandiose Idee kam, auch einen Briefroman zu schreiben, der dann "Die Leiden der jungen B." heißen wird. This novel is mainly about a young girl who definitly hates sitting 6 hours in a room full of people with steaming heads, who all try to write 15 points and she herself would be glad to only achieve the minimum of 5 points. (Zur Übersetzung (viele 15jährige lesen mit Vorliebe unseren Blog und die Verstehen noch nicht wirklich English): B. sitzt in ihrer Deutschabiklausur und schreibt ein großes STFU (Süße Tunten feiern unten) an das Kultusministerium: wer von Ihnen kommt denn auf so wunderbare Aufgabenstellungen? (Achtung an alle die keine Ironie verstehen - es war ironisch gemeint, gibt ja viele die dann echt denken, dass ich diese Aufgabenstellung gut fand - jede andere Stellung hätte ich besser gefunden)
SO da das ja schon so ziemlich eine negative Wertung in sich trug, kommen wir jetzt zu den OUTS:
Zum Einen wären da Konsequenzen, die man auszubaden hat, wenn man einen Teebeutel an gewisse Personen wirft. Das tut doch minimal weh - jetzt im Ernst - Menschen werden immer feinfühliger. Aber dazu sage ich ja immer, ich habe gerade den Abibonus, d.h. ich darf schlecht gelaunt sein wie ich will, ohne dass ich mich bei anderen entschuldigen muss.
Gewisse Obihörnchenliebhaber haben damit ein Problem - na und - ich schmiere ja auch nicht Kaugummis in Gesichter oder rülpse in fremde Ohren und trage dabei nicht seriöser Weise einen Bossanzug. Derbes Fail!
Ein weiteres RIESENGROßES OUT geht an Mütter, die ihren Kindern nicht die Wäsche bügeln, ich meine h.a.l.l.o, ich lebe nicht ohne Grund bei Hotel Mama, oder sehe ich das falsch? Da ich aber nicht das Vergnügen habe ein Einzelkind zu sein, sondern ein Sandwichkind (an dieser Stelle nichts perverses, ich bin das Zweitgeborene), muss ich darunter leiden (hier nochmal einen Hinweis an das tolle Buch "Leiden der B.")
Ein weiteres Out: wie bitteschön kann man denn überhaupt noch beim Abi spicken? was ist eigentlich aus dieser Welt geworden? Mütter die nicht bügeln, Abiture die Inspirationsquellen für Bücher sind, ironielose Menschen, die keinen schwarzen Humor mehr verstehen?
Die Welt ist ein Bügelbrett und ich muss wohl bald anfangen zu bügeln. (Metapher braucht man nicht zu verstehen, ich wollte nur unsinnig übertreiben, das kann ich nämlich besser als bügeln)
Einziger Lichtblick: in zwei Monaten ziehe ich in eine der größten Metropolen der Welt, sehr wahrscheinlich meine Geburtsstadt Berlin, und esse mich bis dahin mit Marabou Daim voll. YES !!
Amor,
B.

Dienstag, 13. April 2010

Roboter oder das Leben nehmen wie es kommt?

Man sagt, der einzige Fehler sei, einen Fehler nicht gemacht zu haben.
Aber was ist, wenn das nicht stimmt und man einen Fehler zu viel gemacht hat?
Wenn man am Ende mit 'ner Spritze im Arm steht, schwanger oder HIV positiv ist oder man seine Existenz verloren hat.
Weil man die Kontrolle verlor. Ich mein, dass kann jedem passieren und jeder von uns verliert mal die Kontrolle, nur wir finden immer wieder zurück.Aber was passiert, wenn wir uns verlieren und uns nicht wiederfinden? In einer Welt zwischen Drogen, Konsum und unfehlbarer Schönheit?
Das wird hier keine Schuldzuweisung und erst recht keine Lösung. Bloß ein paar Fragen.

Wer sagt dir, dass du mit einem Fuß in dem Blumenbeet deines Dealers stehst?
Oder dass du nicht merkst, dass du abhängig bist, obwohl du selbst es nicht spürst?
Was passiert, wenn die innere Stimme, ertränkt in Alkohol, nur noch lallt und du sie nicht mehr verstehst?
Wer hilft dir, wenn du desillusioniert und betrunken nachts durch die Straßen wanderst und der Wind der einzige bleibt, des deine Lippen küsst?


Man sagt, dass man erst jemand ist, wenn man geliebt wird. Doch wie viele Niemanden besiedeln dann diese Welt und wird jeder Niemand irgendwann zu einem Jemand?


Die Menschen sagen: Home is where your heart is.
Aber was ist, wenn man sich nicht festlegen kann und das Herz überall sein soll?
Geht Lebensqualität wirklich vor Lebensdauer? 
Gibt es einen Mittelweg? Die Antwort wird dringend benötigt, denn wir haben nun das Alter erreicht, in welchem man sich entscheiden muss. Darf man sich überhaupt entscheiden?
Theoretisch sollte man doch alles mitnehmen und wenn nichts mehr geht, dann geht man eben selbst.
Es ist krass wie weit die Menschen gehen, um ihr Leben lebenswert zu machen. 
Oder um einfach außergewöhnlich zu sein, nur was ist so schlimm daran, ein bisschen normal zu sein? Nur zu träumen. Jeder von uns lebt doch in seiner Seifenblase. Mit Träumen und Lügen. Deswegen verteidigen wir sie auch vor Menschen, die eine Nadel in der Hand halten. Mit allen Mitteln und Kräften. Dafür werden wir als die herzlose Generation abgestempelt.
Was wir aber brauchen sind Vorschläge und nicht Vorwürfe. 
Was wir suchen ist Wahrheit und nicht Show 'n Shine.
Auch wenn wir etwas anderes vorgeben.
Denn wir sind verwundbar. Keine Roboter.